3.-4.-5. Woche: Pläne änder sich

18.08. – 05.09. 2014

Eigentlich war unser Plan nach der Wildwasserwoche weiter in die Schweiz zu fahren um dort Hochtouren zu machen, Klettern zu gehen und noch etwas Kajak zu fahren. Da das Wetter in der Schweiz aber auch maximal unbeständig bis regnerisch war, sind wir erst mal dem besseren Wetter oder sagen wir dem geringeren Übel hinterher gefahren. Dies hat uns zwei Täler weiter ins Ötztal, dann in die Dolomiten und letztendlich an den Gardasee getrieben. Die Schweiz können wir ja noch auf dem Rückweg machen….. . Wobei Ich nicht so recht daran glaube.

Im Ötztal haben Janina und ich versucht die Wildspitze von Vent aus zu besteigen. Leider mussten wir knapp vor dem Gipfel abbrechen, da uns das Wetter nicht ganz geheuer war und wir nicht Zahl einer Statistik werden wollten. Ein sehr schönes Erlebnis war es trotzdem, da es für Janina die erste richtige Hochtour mit Steigeisen und Pickel war. Zur Begrüßung in der Hochtourenwelt habe ich Sie gleich mal eine ca. 40° steile Firnrinne hochgeschickt. Ganz wohl war Ihr dabei nicht, aber Sie hat sich tapfer und souverän empor gepickelt.

Wir sind dann wieder ins Tal abgestiegen und waren bei wechselndem Wetter und mäßigen Temperaturen die nächsten Tage noch Klettern, sind den Lehner Wasserfall Klettersteig gegangen und haben Freunde aus Garmisch getroffen, die dort zum Kajaken waren.
Am Freitag ist noch Nils zu uns gestoßen und wir sind, da wir mal wieder keine Lust auf Regen hatten in die Dolomiten gefahren. Eigentlich auch nicht unsere geplante Richtung, aber es hilft ja nix, da war die Sonne. Ich war bis dato nur einmal im Winter zum Skitouren gehen in den Dolomiten und bin von der Landschaft und der Kulisse restlos begeistern. Ein wirklich schönes Fleckchen Erde und Alpinklettern kann man dort….. . Vorausgesetzt man ist kopfbefreit, mag lange Hakenabstände oder auch mal gar keine, beherrscht das Legen von Zwischensicherungen, das Schlagen von Haken und das Bauen von Standplätzen mit Schlingen, Keile und Friends. Wenn man das alles kann, ist es ein Alpinklettereldorado ab dem 4. Klettergrad. Wir hatten keine Lust auf Jugend Forscht und haben uns auf das Sportklettern in gut abgesicherten Routen beschränkt. Neben dem Klettern sind wir noch zusammen mit Nils seiner Familie, die dort gerade Urlaub machte zwei Klettersteige gegangen.

Kurz zum Wohnen im Bus. Es ist genial, ich liebe es! Seit der Wildwasserwoche waren wir auf keinem Campingplatz mehr, sondern haben dort geschlafen wo es uns gut gefallen hat bzw. wenn wir müde waren. Idealer Weise war ein Fluss oder See zum Waschen, Duschen und Geschirr spülen in der Nähe. Körperhygiene im Fluss oder See war teilweise eine echte Herausforderung, da die Flüsse zum großen Teil Gebirgsflüsse waren und wirklich nicht warm sind. Eine echte Überwindung war die Venter Ache im Ötztal, so mal die Außentemperatur auch nur knapp zweistellig war. Apropro Außentemperatur, ich finde es frustran im August Daunenjacke und Pudelmütze anzuziehen. Absoluter Niedrigrekort lag bei 4° in der Nacht am Sellerpass in den Dolomiten. Die Frühstückskulisse am nächsten Morgen war dafür aber unschlagbar. Was macht man nicht alles für das Ambiente.

Nach den Dolomiten hatten wir endlich Lust auf Sommer, Sonne und Wärme. Also auf zum Gardasee nach Arco. Dort waren wir Klettern, Biken am Tremalzo, die Sonne genießen und den Teng verbessern. Wie es der Zufall will haben wir in Arco noch eine Freundin getroffen, die dort auch zum Klettern war. Leider ist bei Ihrem VW- Bus ein Teil am Schaltgestänge kaputt gegangen, welches ich zwar provisorisch reparieren konnte – MERKE: immer Kabelbinder im Auto haben – und Sie so in ein Werkstatt fahren konnte, die aber leider auch eine defekte Kupplung diagnostiziert haben. Während die Kupplung repariert wurde, hatte Janina eine neue Mitbewohnerin und wir hatten noch weitere fünf Tage Zeit zum Klettern und Aperol trinken. Pünktlich zum einsetzendem Regen am Freitag, war das Auto fertig, die Freundin ist Heim gefahren und wir weiter Richtung Süden nach Finale Ligure.

Dort sind wir am Samstagnachmittag angekommen und haben uns direkt zu den anderen 20 222 Sonnenhungrigen ans Meer gesellt. Am Abend ist Janina leider noch ein kleines Malör passiert, auf das wir gerne verzichtet hätten. Beim Schlafplatz suchen sind wir auf einen Parkplatz einer Hochzeitsfeier gefahren und beim Rückwärts fahren hat Sie versehentlich ein parkendes Auto leicht angefahren und beschädigt. Der Besitzer war super freundlich, sprach aber leider nur Italienisch. Ein Italiener der Englisch sprach, war aber schnell gefunden und so konnten wir die Versicherungsdaten austauschen. Das Ereignis hätte jetzt wirklich nicht sein müssen, aber die Leute waren wirklich sehr freundlich und haben keinen Aufstand gemacht. Am Ende hätten wir sogar noch ein Stück von der Hochzeitstorte bekommen.

Finale Ligure ist auch ein Kletter- und Bikeeldorado und das haben wir uns etwas genauer angeschaut. Bis zum Nachmittag haben wir Siesta am Strand gehalten, da es eh viel zu warm war. Am Montagnachmittag sind wir dann noch einen wunderschönen, flowigen Biketrail gefahren. NATO- Trail heißt er und er startet an einer alten Nato Base und verläuft dann durch einen Wald. Richtig schön und wir hatten irre viel Spass. Klettern waren wir auch, aber leider nur zwei Routen, denn dann hat es ??????? Richtig, angefangen zu Regnen. Naja alles nicht so limm, kenn wa ja schon.

Nächster Stopp wird voraussichtlich Barcelona sein und dann wollen wir noch in die Pyrenäen zum Klettern. Mal sehen ob das klappt?

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