1. Woche: Berge

02.08.-09.08.2014

Mein Urlaub hat begonnen und den haben Wir, einige gute Freunde und Ich am Samstag gebührend auf der Garmischer Festwoche gefeiert. Ein Prosit, ein Prosit……..

Am Sonntag waren wir noch eine Runde auf der Loisach Paddeln und das lief nach kurzer Eingewöhnung sogar richtig gut. Anschließend habe ich meinen Berliner Freund Peter und seinen Sohn Jeremias vom Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen abgeholt. Mit den Beiden wollte ich eine Woche in die Silvretta Gruppe zum Bergsteigen und Hochtouren gehen fahren. Janina meine Reisepartnerin kam auch noch mit und so sind wir direkt Richtung Galtür Österreich gestartet. Unser Plan sah vor, eine Nacht in den Bussen zu schlafen, Ausrüstung checken und Rucksack packen. Am Montag wollten wir auf die Jamtalhütte austeigen, zwei Nächte dort schlafen, etwas Gletschereinführung machen um dann am Mittwoch auf die Wiesbadener Hütte zu laufen und vielleicht ein, zwei Gipfel abhaken. Leider haben wir schon am Sonntag erste Bekanntschaft mit unserem ständigen Begleiter dem Regen gemacht. Nun gut, wir sind am Montag trotzdem und bei durchaus gutem Wetter von Galtür durch das Jamtal auf die Jamtalhütte aufgestiegen. 8km und 600Hm Aufstieg. Einige Worte zur Jamtalhütte, weil ich mich wirklich geärgert habe. Die Hütte ist eine große, moderne, gut ausgestattete Hütte mit Matratzenlagern die eher an ein Zimmer als an ein Lager erinnern. Die Sanitären Einrichtungen waren immer sauber und wenn man wollte konnte man mit einer Duschmarke Duschen. Was mir aber den Spass verdorben hat, war die Unfreundlichkeit der Hüttenwirtin. Ich hatte für vier Personen und zwei Nächte ein Matratzenlager vorbestellt. Auf Grund des eher schlechten Wetters wollten wir ggf. auf eine Nacht verkürzen. Ok das Sie da nicht sonderlich begeistert ist, kann ich noch verstehen. Andererseits ist es eine Alpenvereinshütte und kein Hotel. Nun gut ich habe den Unmut über mich ergehen lassen und wir entschieden uns doch die zwei Nächte zu bleiben. Aber am Nächsten Morgen hat Janina für sich entschieden wieder ins Tal abzusteigen, da Sie etwas Erkältet war und Sie diese nicht verschlimmern wollte. Das kam bei der Wirtin gar nicht gut an und auch Janina bekam ebenfalls den Unmut zu spüren. Jetzt muss man dazu sagen, dass Janina im Allgäu geboren und aufgewachsen ist und die, ab und zu ruppige und grummelige Art der Bergbewohner kennt, aber da war auch sie beeindruckt. Unser Fazit: So schnell laufen wir nicht mehr auf die Jamtalhütte.

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Leider nur noch zu dritt konnten wir dann doch trotz des wechselnden Wetters noch einiges in den Bergen unternehmen. Für Jeremias war es wichtig auf einem Gletscher zu laufen. Da es für Ihn aber das erste Mal in den Bergen war und auch Peter noch nie Hochtouren gelaufen ist, habe ich erstmal eine kurze Einweisung im Gehen mit Steigeise und Eispickel, Verhalten auf dem Gletscher und was zu machen ist, wenn jemand in eine Gletscherspalte fällt. Am Mittwoch konnte wir dann bei herrlichem Sonnenschein und blauem Himmel über den Jamtalgletscher und die obere Ochsenscharte zur Wiesbadener Hütte laufen. Check, Jeremias Ziel war erreicht. Auf dem Weg haben wir noch etwas im Schnee gespielt und eine Spaltenbergung simuliert mit dem Aufbau verschiedener Flaschenzüge und hochpickeln mit Steigeisen und Pickel an einer steilen Schnee/Eiswand. Jeremias war Proband und durfte in die „Spalte“ springen. Auf der Wiesbadener Hütte sind wir auch zwei Nächte geblieben und es war eine Erlösung gegenüber der Jamtalhütte. Der Hüttenwirt war super Freundlich, obwohl ich vergessen hatte anzurufen, dass wir nur noch zu dritt statt wie angemeldet zu viert sind. „Alles kein Problem“ – sehr angenehm. Leider war uns das Wetter nicht mehr so hold, so dass wir keine Gipfeltour machen konnte. Wir haben noch eine Gletschertour bis zum Vermutpass auf 2797m gemacht und wir haben noch einige Eisschrauben auf dem Gletscher zu Übungszwecke setzten können, aber für einen Gipfel war mir das Wetter zu unbeständig. Am Freitag sind wir wieder ins Tal abgestiegen und haben am Abend Janina, Ihren Freund und eine Freundin bei Landeck getroffen. Für mich war es einen sehr schöne Woche, zwar ohne Gipfel dafür aber mit neuen Erlebnissen was Hüttenwirte angeht. Für mich war es eine neue Erfahrung so eine Tour mit Gletscher und Co für zwei relativ Berg- und Gletscherunerfahrene Freunde zu organisieren und zu führen. Ich für mein Teil hatte viel Spass und ich denke den anderen Zwei hat es auch gut gefallen.

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